Bilder von der Ausstellung und der Eröffnung

finden Sie hier: Galerie

 

25.4.: Workshop Klappentextschreiben

 «Ich habe das Buch gelesen. Es ist gut.» – Ein solcher Satz kann das Buch* bestenfalls dann adeln und bewerben, wenn er von einem echten Promi stammt, in diesem Fall dem deutschen Altbundeskanzler Helmut Schmidt. Doch meist erweist es sich als recht schwer, mit einem pointierten Text auf dem Buchrücken die richtige Zielgruppe anzusprechen und für die Lektüre zu gewinnen. Zwei kurze Stunden lang führte der Routinier Daniel Baumgartner ein in die Kunst des Klappentextschreibens; seine anschaulichen und unterhaltsamen Beispiele reichten von Stilblüten und eher verunglückten Floskeln über die Standards klassischer Brands bis hin zu originellen Varianten, die Brücke zu schlagen zwischen Titel- und Rückseite und hin zum Leser. Mit nach Hause nehmen konnten die intensiv diskutierenden Teilnehmer in ihren Unterlagen dann 12 Gebote des Klappentextschreibens.

 

*Beim Buch handelt es sich um dasjenige von Loki Schmidt «Erzähl doch mal von früher – im Gespräch mit Reinhold Beckmann»

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Foto: Daniela Koch

Di, 21.4.: Buchlandschaft Schweiz – Geschichten und Gesichter (buchort.ch)

Weil sie davon überzeugt sind, dass Buchhandlungen, Bibliotheken und Buchantiquariate wichtige Orte der Wissensvermittlung sind, haben Heinz Egger und Michael Guggenheimer die gleichnamige Website lanciert: Jede Woche präsentieren sie einen Ort, in dem Bücher ihren Weg zu Lesern finden. Im Rahmen von Publishers in Residence im Museum Strauhof haben sie vor 40 Zuhörenden und Zuschauenden acht ausgewählte Buchorte in der Schweiz präsentiert. Ihr Fazit auf ihren Reisen durch die Buchlandschaft: Es entstehen in der Schweiz neue Buchhandlungen und neue Bibliotheken, das Lesen hört nicht auf!

 

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Foto: Regula Ehrliholzer
Buchort.ch das sind: Heinz Egger und Michael Guggenheimer

 

Di, 7.4.: Übersetzerstamm

Am Dienstag, den 7.4. war der Übersetzerstamm zu Gast bei den Publishers in Residence. Die von Fritz Senn und Ulrich Blumenbach moderierten Werkstattgespräche der Literaturübersetzer aus dem Raum Zürich finden sonst eine Etage höher, in den Räumen der James-Joyce-Stiftung statt. Unter Kollegen und mit reger Beteiligung des zahlreich erschienenen, hochinteressierten Publikums suchte man gemeinsam nach Lösungen für knifflige Stellen in aktuellen Übersetzungsprojekten.

»Who?« said the man occupying my new apartment. – »Tres Navarre«, I said. Schon die erste Zeile des Kriminalromans Big Red Tequila von Rick Riordan gibt Probleme auf. Wie übersetzt man bloß das »occupying«? Vorschlag: »Wer?«, sagte der Mann, den ich in meiner neuen Wohnung vorfand. Warum so umständlich?, meint ein Kollege, schreib doch: »… der Mann, der in meiner neuen Wohnung wohnte.« Oh nein, so die Kollegin, »in der Wohnung wohnte« ist nun wirklich nicht schön …

Stundenlang hätte man diskutieren können an diesem eindrücklich in die Übersetzerwelt Einblick gebenden Abend, wo plötzlich irgendjemand an der Zeit gedreht hatte.

 

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Endlich mal was mit Bildern: Ein Übersetzer erläutert seine Arbeit an einem argentinischen Kinderbuch.

Di, 31.3.: Zu Gast aus Paris: Bernard Comment

Découvrir une oeuvre, aspirer à l’éditer, c’est d’abord répliquer à la naissance d’une « émotion ». Quand l’éditeur Bernard Comment évoque cette émotion de la lecture, il fidélise une autre fonction de son activité, le partage. Ce Jurassien aujourd’hui directeur de la collection « Fiction&cie » aux éditions du Seuil, lui-même écrivain, a noué des liens privilégiés non seulement avec « ses » auteurs mais aussi son public, et surtout leur objet totem, le livre. Ce livre raconte le temps de la Littérature, s’infiltre parfois, objet sacré, sans être lu dans notre bibliothèque, et surtout offre une autre vérité, aussi celle du doute, à la réalité du monde.

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Di, 31.3.: Autor und Verleger von Kein & Aber stehen Rede und Antwort

Eine Runde wissbegieriger Besucher stellt Verleger Peter Haag und Autor Philipp Tingler Fragen rund um das Zusammenspiel zwischen Autor und Verlag. Während Philipp Tingler erzählt, wie er zu Kein & Aber gekommen ist und warum er den Streichungen seiner Lektorin stets stoisch begegnet, erläutert Peter Haag, weshalb ein Autor zwar beim Text das allerletzte Wort hat, nicht aber bei der Titelgebung und welcher Einsatz erforderlich ist, um heute als qualitativ hochstehender Autorenverlag bestehen zu können.

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Sa, 28.3.: Die Befreiung des Körpers –  Buchvernissage (NIMBUS. Kunst und Bücher)

Am vergangenen Samstag war der Veranstaltungsraum im Strauhof gut besetzt: rund 30 Zuschauer hatten sich zur Buchvernissage „Die Befreiung des Körpers“ mit den Memoiren der Schweizer Tanzlegende Suzanne Perrottet eingefunden.

Suzanne Perrottet gilt als Jahrhundertgestalt in der Entwicklung des modernen Tanzes. An allen Brennpunkten war sie als Pionierin mit dabei: in Genf und Hellerau mit Jaques-Dalcroze, auf dem Monte Verità mit Rudolf von Laban, in Zürich bei Dada, in den 1920er Jahren bei der pädagogisch-therapeutischen Verbreitung der neuen Bewegungs- und Ausdrucksformen, 1939 auf der legendären Schweizer Landesausstellung, nach dem 2. Weltkrieg als renommierte Lehrerin und international gefragtes Jury-Mitglied. Verleger Bernhard Echte gab einen Einblick in die Entstehung des Bandes und ins Leben von Suzanne Perrottet, Verlagsmitarbeiterin Julia Knapp las aus dem neu erschienenen Memoiren-Band.  Ein gelungener und kurzweiliger Abend im Strauhof.

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Fr, 27.3.: Bookshops in Resistance – die Rolle des Buchhandels heute

Bei der Bookshops in Resistance-Veranstaltung am vergangenen Freitag kamen der Heidelberger Autor, Literatur- und Editionswissenschaftler Roland Reuß (kürzlich ausgezeichnet mit dem «Indie-Preis» unabhängiger Buchhandlungen in Deutschland), Tommy Egger (Buchhandlung im Volkshaus, Zürich), Leonie Schwendimann (Buchhandlung zur Rose, St. Gallen) unter der Leitung von Dani Landolf (SBVV) zusammen, um über die Rolle des Buchhandels zu diskutieren. Es wurde deutlich, dass man sich gegen die Propaganda von Amazon, Google & Co., die das Ende des (gedruckten) Buchs herbeireden wollen, wehren muss und dass der unabhängige Buchhandel, wenn er seine Arbeit gut macht, überleben wird – und die guten Bücher mit ihm!

Di, 24.3.: Literatur von jenseits des Röstigrabens und des Gotthards

Am 24. März standen für einmal Bücher aus den anderen Landesteilen im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Literatur von jenseits des Röstigrabens und des Gotthards“ gaben drei Verlagsmenschen (Daniela Koch, Jürg Zimmerli, Ursi Anna Aeschbacher) Auskunft über ihren Antrieb, Bücher aus den anderen Landessprachen zu übersetzen. Fazit: Dank Alberto Nessi und anderer Tessiner Autoren aus dem Limmat Verlag ist der Südkanton in den letzten Jahrzehnten deutlich näher gerückt; dank Isabelle Flükiger und ihrem Buch „Bestseller“ (Rotpunktverlag) wissen wir, dass die Twenty-somethings jenseits des Röstigrabens irgendwie leichtfüßiger durchs Leben gehen; und Jean-Pierre Rochats Buch „Melken mit Stil“ verrät uns, wie sich im Jura Eigensinn und Poesie kreuzen. Es lohnt sich also, über den Tellerrand, sprich über den Berg und den Graben zu blicken!

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Roman Bucheli, Moderator des Abends, engagierter Förderer des kulturellen Austauschs und Präsident der Herausgeberkommission der ch-Reihe, liest dem Publikum Passagen aus übersetzten Büchern vor.

Fr, 20.3.: Gesamtausgabe des russischen Nobelpreisträgers Iwan Bunin

In der Reihe Editorische Grosstaten wurde am Freitag, 20. März die Werkausgabe von Iwan Bunin im Dörlemann Verlag vorgestellt. Herausgeber Thomas Grob erzählte die Editionsgeschichte und aus dem Leben des russischen Nobelpreisträgers, ganz besonders von seinem Reisedrang; Dorothea Trottenberg las aus ihrer Übersetzung einer Erzählung vor: »Dann ging ich kurzentschlossen in die Kajüte, öffnete den mit Büchern vollgestopften Koffer, den wir widerwillig den ganzen Winter durch die ägyptischen Hotels geschleppt hatten, und zog hastig die gelesenen Bücher und solche, die die Lektüre nicht wert waren, heraus. Danach begann ich, sie über Bord zu werfen, und beobachtete mit großer Erleichterung, wie ein im Flug aufgeklapptes Buch flach auf eine Welle fiel, schaukelte, aufweichte und in den Ozean davongetragen wurde – für immer. Ob sich dieses Buch, als es seinerzeit friedlich in einem Dorf bei Orlow lag, wohl hätte vorstellen können, dass es einmal Kairo sehen würde, die Stromschnellen des Nil und das Rote Meer, um dann seine Tage im Indischen Ozean zu beenden?« »Große Wasser«, Aus: Iwan Bunin. Der Sonnentempel. Literarische Reisebilder 1897 – 1924. Deutsch von Dorothea Trottenberg. Herausgegeben von Thomas Grob. Zürich: Dörlemann, 2008.

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14.3.: Zwei Stunden über einem Text gebrütet: Übersetzungsworkshop Italienisch-Deutsch

Fernab von Leipzig trafen sich am 14. März unter der Leitung von Barbara Sauser sechs ÜbersetzerInnen – der jüngste derzeit Praktikant in einem Zürcher Verlag, die älteste seit fast vierzig Jahren Fachübersetzerin – zu einem Workshop der Weltlesebühne und des Übersetzerhauses Looren. Die lebhafte Diskussion drehte sich um einen Auszug aus einem italienischen Ökomafiakrimi: Wie kriegt man einen knackigen Text hin und wann ist Kürzen angebracht? Daneben brannte vielen die Frage auf der Zunge, wie man den Einstieg in die als hermetisch empfundene Verlagswelt schafft.

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7.3.: 125 Jahre Karger Verlag

Der breiten Öffentlichkeit ist er kaum bekannt; für Forschende, Lehrende und Praktizierende an Universitäten, Spitälern sowie der Pharmaindustrie steht der Karger Verlag für Medizin und Naturwissenschaften in Basel für wissenschaftliche Exzellenz. Am vergangenen Samstag, 7. März hat ihn Gabriella Karger (rechts im Bild), Geschäftsführerin des mit insgesamt 250 Mitarbeitenden wohl grössten Verlags in der Schweiz, vor aufmerksamem Publikum im Museum Strauhof in Zürich vorgestellt.

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3.3.: Eine App überflügelt den Inhalt einer Buchreihe

Am 3. März stellte Manuel Cecilia im Strauhof die App «Swiss Art To Go» der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK vor: Das Publikum erfuhr Schritt für Schritt, worauf es bei der digitalen Umsetzung ankam und erlebte in der Live-Demo, was die App den Büchern voraus hat: So kann sie Inhalte vorlesen, Namen in verschiedenen Schreibweisen über die Volltextsuche auffinden, Kartenmaterial einblenden und individuelle Rundgänge nach Epochen-, Stil- oder Bautyp-Vorlieben zusammenstellen. Toll für den User sind auch die laufenden Updates und das reiche Bildmaterial. Doch: Ohne die Buchreihe (und damit die Grundlagenarbeit von 300 Kunsthistorikern) wäre die seriöse Realisation der App unmöglich gewesen!

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4.3.: SJW Verlagsgeschichte – eine Erfolgsgeschichte

Leidenschaftlich wurde gestern im Strauhof die SJW-Verlagsgeschichte diskutiert und Publikationen vorgestellt, die durch das einzigartige Verhältnis zwischen Bild und Text eine neue Leseerfahrung ermöglichen. Wir danken «Publishers in Residence» für die Gastfreundschaft und den Diskussionsteilnehmern Charles Linsmeyer, Evelyne Laube und Nina Wehrle von «It’s Raining Elephants», Nicolas Robel und Nadine Spengler.

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24.2.:  Werner Ryser: «Walliser Totentanz»,  Buchvernissage (Nagel & Kimche Verlag)

Rund 40 Gäste haben sich am 24. Februar im Museum Strauhof eingefunden um das Gespräch von Christian Schmid und Werner Ryser zu verfolgen. Der Basler Autor stellte sein Buch „Walliser Totentanz“ im Rahmen von Publishers in Residence erstmals in Zürich vor. Gerade im Nagel & Kimche Verlag erschienen ist der historische Roman für die Berner Zeitung „Ein Schweizer Leseerlebnis der seltenen Art.“ Das Publikum erfuhr bei Premiere nicht nur Spannendes über die Entstehung des Buches, sondern auch über die Geschichte und die Mythen des  Wallis.

 

Foto: © Verlag Nagel & Kimche

 

25.2.: Wilfrid Moser als Zeichner – Buchvernissage

Der Strauhof gefüllt bis auf den letzten Platz am Mittwochabend. Die Kunsthistorikerinnen Tina Grütter und Gabriele Lutz erzählen den Gästen von der Entstehung des Bandes Wilfrid Moser als Zeichner. Mit Anekdoten aus dem Leben von Wilfrid Moser und aus dem Bearbeitungsprozess mit der Lektorin Monique Zumbrunn vom Verlag Scheidegger & Spiess wird der schöne Band lebendig.

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21.2: Workshop zum schönsten Buch der Welt 2014

Interessierte Gestalter und Gestalterinnen kamen zum Workshop des Zürcher Gestalterteams von Bonbon am Samstagnachmittag im Strauhof. Valeria Bonin und Diego Bontognali haben das Buch Meret Oppenheim. Worte nicht in giftige Buchstaben einwickeln, das schönste Buch der Welt 2014, für die Zuschauer und -hörer zum Leben erweckt: In knackigen Zahlen die Eckdaten zum Gestaltungskonzept und in kurzweiligen Hörspielen eine Auswahl der Briefe, die im Buch präsentiert werden.

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20.2.: Eine editorische Grosstat – Kunstsalon Cassirer

Der Raum füllte und füllte sich und bis die Präsentation von Bernhard Echte und Walter Feilchenfeldt anfing, hatten sich über 30 neugierige Besucher eingefunden. Das Publikum bekam die nächsten anderthalb Stunden viele lustige Anekdoten, aber auch interessante Fakten zu hören, wie z. B. dass Berlin Anfang des 20. Jahrhundert 50 Tageszeitungen hatte, die zum Teil dreimal täglich erschienen. Walter Feilchenfeldt erzählte den geschichtlichen Teil, wie es überhaupt zu diesem spannenden Werk kam und Bernhard Echte zeigte auf, wie die Informationen zuerst gesammelt (das Durchforsten von all diesen Berliner Tageszeitungen) und dann zusammengestellt und in Buchform gebracht wurden. Nach dem Vortrag blieb noch eine halbe Stunde übrig, welche von vielen Zuhörern genutzt wurde, um sich über den Cassirer und die Bücherwelt zu unterhalten.

Kunstsalon Cassirer

 

19.2.: Heute im Büro mit Herwig Bitsche (NordSüd Verlag)

Herwig Bitsche, Verleger des NordSüd Verlags (links im Bild), hatte für seinen Auftritt „Heute im Büro“ diverse Materialien zu Herbert Leupin mitgebracht, und am großen Tisch gab’s viel Spaß und lebhafte Diskussionen.

NordSüd

 

17.2.: Buchhändlernachtessen

Bis auf den letzten Platz besetzt war der lange Tisch am 17.2. Buchhändlerinnen aus Zürich und Baden waren der Einladung zum Abendessen und Gespräch mit Verlagsleuten gefolgt. Auch die pensionierten Buchhändler, die derzeit das Buch-Café betreuen, waren dabei und gaben Auskunft über ihre ersten Erfahrungen vor Ort. Am Herd: Ursula und Martin Grob, die (wunderbare) iranische Suppe und Küche servierten.

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Foto: Matthias Graezer, Unionsverlag

13.2.: Editorische Grosstaten: Rudolf Steiner

Die Hand in Hand greifende Zusammenarbeit an der Rudolf Steiner Gesamtausgabe demonstrierten Archiv- und Verlagsleiter an dem langen, mit Originalen reich gefüllten Tisch. David M. Hoffmann erläuterte die Abläufe der editorischen Arbeit von den jeweiligen Archivalien – sei es ein überliefertes Manuskript oder eine in ihrer Worttreue abzuwägende Vortragsmitschrift – zum druckfertigen Band, der Verleger Jonathan Stauffer ergänzend im diachronen Blick das Kunststück, konzeptionelle Kontinuität und ansprechende Gestaltung zu verbinden: Das einst von Max Caflisch gestaltete Layout ist klassisch-zeitlos, das Buchäußere wurde jüngst von Tatiana Wagenbach aufgefrischt.

Editorische Grosstaten

 

12.2.: Heute im Büro: Bernhard Echte, NIMBUS. Kunst und Bücher

Beim Einblick in die Entstehung des monumentalen Doppelbandes „Erinnerungen an Rainer Maria Rilke“ gab uns Bernhard Echte einen Einblick in das Verlagswesen und erzählte mit vielen lustigen Anekdoten, wie es von einem 500 seitigen Buch zu einem 1000 seitigen Doppelband kam und auch nach Redaktionsschluss die beiden Autoren auf eine charmante Weise noch immer Text und Quellen nachreichen.

Dazwischen las Julia Knapp zwei sehr gegensätzliche Ansichten über Rainer Maria Rilke vor. Insgesamt waren 12 Besucher um den Tisch versammelt und hörten 1.5 Stunden gebannt zu und auch in der anschliessenden Fragerunde und bei kleineren Grüppchen, die sich danach bildeten, merkte man, dass das kleine aber feine Publikum sehr interessiert war. Ein gelungener und kurzweiliger Nachmittag im Strauhof.

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10.2.: Aphorismus-Duell: Stefan Brotbeck & Philip Kovce

Treten Aphoristiker zum Duell an, gerät es rasch zum Duett, jedenfalls bei Denkern wie Stefan Brotbeck und Philip Kovce. Ihre Aufmerksamkeit gilt den Wörtern nicht minder als dem Gedanken, der sich in ihnen erzeugt. Dass solcherart erste oder letzte Sätze sich nicht zum Schlagabtausch eignen, sich vielmehr einem freundschaftlichen Gespräch verdanken, führten die beiden humorvoll an einer knappen Handvoll Aphorismen vor, vermittelten so begeisternde Einblicke in ihre ambulante Wortwerkstatt.

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6.2.: Tischgespräch zum Thema: Selfpublishing – oder wozu braucht es heute noch Verlage?

Mit der Digitalisierung des Buchmarkts haben sich die Bedingungen für Selbstverleger radikal verändert. Plötzlich haben Selfpublisher die Chance, via Internet ein grosses Publikum zu erreichen. Inzwischen gibt es auch im deutschsprachigen Raum einige sehr erfolgreiche Beispiele. Die erste Gesprächsrunde im Rahmen von „Publishers in Resistance“ mit der Schweizer Selfpublisher-Autorin Virginia Fox, der Verlegerin Sabine Dörlemann (Dörlemann Verlag) und André Gstettenhofer (Salis Verlag) diskutierte zusammen mit dem Selfpublishing-Experten Matthias Matting über die Folgen dieser Entwicklung für die Verlage. Fazit: Professionelles Selfpublishing und klassische Verlagsarbeit haben viele Überschneidungen, die einen können von den Stärken und Erfahrungen des andern profitieren.

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3.2.: Heute im Büro: Sabine Dörlemann vom Dörlemann Verlag

Den Auftakt zu der Reihe Heute im Büro machte Sabine Dörlemann am 5. Februar. Sie bereitete die Vernissage von Jens Steiners neuem Roman “Junger Mann mit unauffälliger Vergangenheit” vor, überlegte gemeinsam mit den Anwesenden, welchen Rezensenten sie das soeben aus der Druckerei gekommene Buch (rotes Buch auf dem Tisch) schicken solle, und stellte sich den Fragen und Antworten der zahlreichen Zuhörer. Als Überraschungsgast kam der Dörlemann-Autor Jürg Beeler (links im Bild) vorbei, der von der Zusammenarbeit zwischen dem Verlag und ihm erzählte. Der kurzweilige Nachmittag war im Nu vorüber.

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