Schaufenster der Buchhandlung Beer

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Im Strauhof

 

 

 

 

 

 

 

 

100 Tage Strauhof

Im Literaturmuseum Strauhof in Zürich, im vergangenen Jahr vom engagierten Komitee vor dem Aus gerettet, geschah im Februar Außergewöhnliches. Als Surplus zur Ausstellung „Alles in Allem“ von Kurt Guggenheim zogen im 1. Stock die Verlage ein – Publishers in Residence. Ein riesiger Tisch (mit den Namen von 120 Verlagen in der Deutschschweiz!), eine Leselounge mit Verlegersesseln, Hörstationen und ein Parcours durch die Verlagsabteilungen (Einrichtung Peter Kuntner, Fischteich; Graphik: Anna Luchs) verströmten Verlagsfeeling und luden zum Blick hinter die Kulissen ein. „Eines merkt man auf Anhieb: Verlag ist, wo Afficionados zu Profis werden oder Profis ihre Arbeit mit Herzblut machen“, schrieb Anna Kardos in der Aargauer Zeitung. Aber, Publishers in Residence war noch viel mehr. Wir schauen zurück auf ein vielfältiges Programm rund um die Entstehung des Buchs und seinen Weg in die Welt. Sage und schreibe 50 Mal versammelten sich interessierte Besucher – oft zahlreicher, als je zu hoffen gewagt –, um Autoren zu hören, Editorische Grosstaten zu entdecken, bei Workshops mitzudenken, Verleger und ihre Arbeit kennenzulernen und über die Zukunft der Branche zu diskutieren. Verleger trafen Leser trafen Lektoren trafen Buchhändler trafen Studenten trafen Self-Publisher trafen Übersetzer. Die Branche hat ihre Vielfalt, ihren Zusammenhalt, ihre gute Vernetzung gezeigt. Das Publikum, das sich gern auch im Buchcafé der pensionierten BuchhändlerInnen aufhielt, hat den Gesprächsfaden aufgenommen. Und nach 100 Tagen Strauhof ist klar: Solch ein Ort der Begegnung und des Austauschs hat bisher gefehlt – und es bleibt zu hoffen, dass er seine Fortsetzung findet!